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Mal ganz offen gesagt, der Stock muss einfach aus'm Arsch. So sieht das aus. So klingt's hindurch. Sanftpoetisch ist das nicht, aber sanftpoetisch ist auch nicht das, was sich zeigen würde, wäre der Stock aus'm Arsch. Könnte ich den Dorn entfernen, käme einfach nur das Gegenwärtige ans Licht. So bleibt's Gewäsch des Althergebrachten. Es gibt sie wohl, die Momente des entspannten unausgefüllten Blattes, wo er, der Dorn, das Dörnchen, der Stock, wie von selbst zu Boden fällt, abfällt wie eine ausgedorrte Wunde, es geht nicht um irgendeinen Sinn in diesen ungebundenen Äußerungen. Empfindung. Nur ein Wort. Ich muss es empfinden, das, was sich durch das Wort hindurch verbirgt. Und eine gute Unterscheidungskraft zu erwirken, dafür braucht's den Stock dort wie auch da, drüberhinwegsehen hilft hier nicht viel, wenn's peinigt. Es hilft nichts, wenn du dir die Augen zuhältst - wenn dir jemand die Bassgitarre auf's zitternde Knie stellt und es tief in dich hineinsummt, das emsige Bienenvolk aus'm Stock. Tieftief. Aber nun reiß dir nicht gleich wieder so unwirsch den Pathos aus dem Hintern. Mach langsam und entdecke den Gewissenswurm, als wär's das Letzte, was du tust, wie man so schön sagt. Zeig dich mal in all deinem Winden, du bist zu wenig talentiert für's Stocksitzen, überlass' das doch den Könnern, kleines wildes Tier, das sich zwingt zu verharren. Es kann gleich auch vorüber sein, was willst du bis dahin getan haben, damit du dir zuflüstern kannst: Ja.
rockmerock - 7. Jan, 18:39
