...
Ich muss ja bleiben. Weil, solange die Sehnsucht bleibt, bleibe auch ich. Meine Sehnsucht ist nicht die nach dem plötzlichen Tode. Ich habe die Sehnsucht nach dem langsamen Tod, deshalb mache ich auch viele Dummheiten, Gott liebt so Verdorbene wie mich. Vielleicht werde ich hundert Jahre alt, glaubt man dieser kleinen Theorie. Und in diesen hundert Jahren spielen sich dann etliche Sehnsüchte ab, die einen, die mich schrittweise sterben lassen. Denn was ist denn der Tod eines anderen, den ich in gewissen Teilen immer als den meinen begreife. Ich sterbe als Tochter, als Sohn, ich sterbe als Schwester, als Bruder, ich sterbe als Geliebte, als Geliebter. Vielleicht auch nur als die Nachbarin, der Nachbar. Warum ich so auf geschlechtlichen Unterschied beharre? Ich beharre auf gar nichts. Ich beharre auf Gleichgesinntheit und vieles ist verloren.
Der Mann wird in der heutigen Zeit in den meisten Fällen in einer Art unterdrückt, dass er nicht mehr weiß, wie er sich als wirklicher Mann fühlen dürfte. Der Mann heute ist eine suchende Kreatur, die sich wiederfinden will, wiederfinden wird. Das sage ich als Mädchen, weil ich sehr genau weiß, was die Frau an sich für perfide Mittel gefunden hat, um in einer Weise zu agieren, die aber der männlichen Form konträr schlägt und sie etwas benutzt, das sich nicht unter ihrem imaginären Rock befindet. Es ist traurig. Sie haben sich die Hosen übergestreift.
Da ist dieser Junge (das könnte wahllos auch das Mädchen im Englischen Garten sein), der bockt, eigensinnig ist, laut sich äußert, einfach dem Tode nahe, dem Tode in der Beziehung zu seiner Mutter - drei Jahre vielleicht - die Mutter, die da lautstark verkündet, alle Leute würden schon schauen, weil er, der Unvollkommene (ich hoffe ja nicht Unwillkommene), so herumkrakeelt. Nicht dass es darum ginge, dass ein Mann bockig und eigensinnig zu sein hätte, aber diesem kleinen Menschlein all seine Empfindung nehmen zu wollen, das ist es, das mich dies hier schreiben lässt. Ich akzeptiere das nicht. Nein, ich akzeptiere jedwede Einschränkung nicht. Man kann mir gerne sagen, ich hätte die Flasche Rotwein heute weglassen können. Und ja, morgen werde ich dasselbe denken, denn es wird mich um ein Vielfaches in die Niederungen treiben und dort werde ich mich schlecht fühlen, wenngleich sich nichts ändert daran, dass ich dieses Ungleichgewicht nicht gut finde. Dort, in den Niederungen, werde ich wieder empfinden, wie abgrundtief verkommen diese Gesellschaft ist.
Die Gesellschaft, ich mach' einfach mal weiter, weil, ich weiß nicht, wie lange ich Lust habe tatsächlich zu schreiben. Die Gesellschaft ist vernachlässigbar als Konstrukt. Nicht zu venachlässigen ist der Einzelne. Und ich habe es gar nicht gerne, wenn menschlicher Ausdruck unterdrückt wird. Ich bin Kindern so dankbar, dass sie sich naturgemäß darüber hinwegsetzen, eigentlich gar nicht im günstigen Falle darauf einlassen. Auf diese Konstrukte, die den gesellschaftlichen Konventionen gemäß laufen sollen.
Was soll ich noch sagen. Ich würde sie gerne alle freischlagen. Ihnen die Erlaubnis geben. Dabei... kein Kind benötigt Erlaubnis, sie tun und lassen - ja, ihnen soll die Kraft dafür bleiben, sich nicht mäßigen zu lassen in dem, was die Natur liebt.
Der Mann wird in der heutigen Zeit in den meisten Fällen in einer Art unterdrückt, dass er nicht mehr weiß, wie er sich als wirklicher Mann fühlen dürfte. Der Mann heute ist eine suchende Kreatur, die sich wiederfinden will, wiederfinden wird. Das sage ich als Mädchen, weil ich sehr genau weiß, was die Frau an sich für perfide Mittel gefunden hat, um in einer Weise zu agieren, die aber der männlichen Form konträr schlägt und sie etwas benutzt, das sich nicht unter ihrem imaginären Rock befindet. Es ist traurig. Sie haben sich die Hosen übergestreift.
Da ist dieser Junge (das könnte wahllos auch das Mädchen im Englischen Garten sein), der bockt, eigensinnig ist, laut sich äußert, einfach dem Tode nahe, dem Tode in der Beziehung zu seiner Mutter - drei Jahre vielleicht - die Mutter, die da lautstark verkündet, alle Leute würden schon schauen, weil er, der Unvollkommene (ich hoffe ja nicht Unwillkommene), so herumkrakeelt. Nicht dass es darum ginge, dass ein Mann bockig und eigensinnig zu sein hätte, aber diesem kleinen Menschlein all seine Empfindung nehmen zu wollen, das ist es, das mich dies hier schreiben lässt. Ich akzeptiere das nicht. Nein, ich akzeptiere jedwede Einschränkung nicht. Man kann mir gerne sagen, ich hätte die Flasche Rotwein heute weglassen können. Und ja, morgen werde ich dasselbe denken, denn es wird mich um ein Vielfaches in die Niederungen treiben und dort werde ich mich schlecht fühlen, wenngleich sich nichts ändert daran, dass ich dieses Ungleichgewicht nicht gut finde. Dort, in den Niederungen, werde ich wieder empfinden, wie abgrundtief verkommen diese Gesellschaft ist.
Die Gesellschaft, ich mach' einfach mal weiter, weil, ich weiß nicht, wie lange ich Lust habe tatsächlich zu schreiben. Die Gesellschaft ist vernachlässigbar als Konstrukt. Nicht zu venachlässigen ist der Einzelne. Und ich habe es gar nicht gerne, wenn menschlicher Ausdruck unterdrückt wird. Ich bin Kindern so dankbar, dass sie sich naturgemäß darüber hinwegsetzen, eigentlich gar nicht im günstigen Falle darauf einlassen. Auf diese Konstrukte, die den gesellschaftlichen Konventionen gemäß laufen sollen.
Was soll ich noch sagen. Ich würde sie gerne alle freischlagen. Ihnen die Erlaubnis geben. Dabei... kein Kind benötigt Erlaubnis, sie tun und lassen - ja, ihnen soll die Kraft dafür bleiben, sich nicht mäßigen zu lassen in dem, was die Natur liebt.
rockmerock - 11. Jan, 22:07
